Sunday, August 1. 2010Leiterwagen-Rekonstruktion In den letzten anderthalb Jahren war ich einige male mit bei den Furor Normannicus Gewanderungen. Dabei wird in, nach historischem Vorbild rekonstruierter Kleidung, eine Bestimmte Stecke gewandert. Man kann dabei neue Ausrüstung einem Alltagstest unterziehen, über alte Handelsstraßen, mittelalterliche Verhüttungstechniken sowie Ackerbau im Mittelalter lernen oder einfach nur die Natur genießen.Natürlich habe ich die Teile nicht entsorgt, sondern mir Gedanken gemacht, wie man denn die fehlenden Teile selbst konstruieren könnte. Zuerst habe ich einen befreundeten Schreiner konsultiert, der meinte, für einen Leiterwagen, der Wetterbeständig sein sollte, würde sich Douglasie oder Lärche empfehlen. Douglasie ist nur leider ein nordamerikanisches Holz, das im Mittelalter nicht in Europa vorkam. Was die Lärche anging, habe ich knappe 30 Holzhändler angerufen und keiner konnte das Holz in einer nutzbaren Form liefern. Die dritte Idee war dann Buche. Leider musste ich feststellen, dass normale Baumärkte heute noch nicht einmal mehr Buche (außer als Formleisten zu Apothekenpreisen) führen. Die Holzhandlung meiner Wahl (Holz Hegener in Gladbeck) hatte aber sehr schöne Stammware (also Stamm in Streifen geschnitten) schön abgelagert und zu einem sehr angenehmen Preis. Tuesday, July 27. 2010FS20 mit dem STM32
Die letzten Tage hatte ich mal etwas Zeit, mit dem Empfangsmodul RX868-3V von ELV und einem STM32 zu spielen. Der STM32 eignet sich prima als Gateway zwischen FS20 und Heimnetzwerk, sei es nun CAN-Bus, Ethernet oder die USB-Verbindung zum PC. Ausserdem arbeitet der Microcontroller auf 3V, sodass man den Ausgang des Empfangsmoduls direkt an den uC anschliessen kann.
Zuerst habe ich ersteinmal ein kleines Programm geschrieben, das einen Timer im Hintergrung mit einer Auflösung von 10us laufen lässt. Wenn man nun noch den Port so konfiguriert, dass man bei jeder Flanke einen Interrupt bekommt, kann man im Interrupt die Zeiten zwischen den Pegelwechseln ermitteln und daraus ableiten, ob es sich um ein 1-Bit oder ein 0-Bit handelt. Die Ergebnisse von dem kleinen Programm sahen recht vielversprechend aus. Die erwarteten Zeiten von 400us bzw. 600us wurden ziemlich genau getroffen. Nächster Schritt war dann ein kleiner Protokoll-Monitor. Auf der Seite fhz4linux.info ist das Protokoll zumindest für die Dimmer von ELV erklärt. Aktuell gibt der Monitor das ganze auf die Console aus, was dann so aussieht: HC: 0x54 16 Addr: 0x00 Cmd: 0xAA CRC: 0x00 Nach ein paar Anregungen (Danke dafür an Thomas) werde ich wohl als nächstes mal die Input-Capture Funktion des Timers dafür nehmen. Dann gibts bei höherer Interrupt-Last keine Fehlerkennungen. Monday, April 12. 2010Home-Automation
Vor einiger Zeit habe ich mir von ELV für unser Wohnzimmer Funk-Heizkörperthermostate bestellt. Zuerst habe ich die ETH comfort 100 Thermostate zusammen mit der dazugehörigen Funkfernbedienung bestellt.
Leider endeten schon die ersten Tests in einer mittleren Katastrophe. Die Soll-Temperatur lässt sich nämlich an den Thermostaten einstellen und zeitgesteuert programmieren. Diese Prozedur darf man natürlich an jedem Thermostat wiederholen...und das bei jeder Änderung der Vorgaben. Die Fernbedienung war jedoch der absolute Super-GAU. Mit Ihr ließ sich nicht wie erwartet die gewünschte Temperatur einstellen, sondern nur der Offset zu der bereits gewählten Temperatur am Thermostat. Leider konnte man auf der Fernbedienung nicht ablesen, welche Temperatur grade am Thermostat eingestellt war, sodass das ganze zu einer Art "Blinde Kuh" Spiel mutierte. Damit nicht genug; hatte ein Thermostat die Funkübertragung nicht mitbekommen, das andere aber doch, hatten sie fortan unterschiedliche Sollwerte, die sich mit der Fernbedienung auch nicht mehr in Einklang bringen ließen. Also wurden die Geräte wieder eingetütet und zum Verursacher zurückgeschickt. Als nächstes habe ich mir dann von ELV die anderen Thermostate des Typs FHT8xx nebst Raumregler und Türkontakt bestellt. Außerdem habe ich noch ein kleines Empfangsmodul RX868-3V dazubestellt. Die Inbetriebnahme gestaltete sich deutlich einfacher als bei den anderen Geräten, auch wenn eines der gelieferten Thermostate direkt defekt war (µC gestorben). Die Funk-Raumregelung klappt anstandslos und die Temperatur hat den gesamten Winter im Wohnzimmer gestimmt. Jetzt fehlte nur noch die Anbindung an den Haus-Server. Also mal das RX868-3V Modul ausgepackt, mit Strom versorgt und das Ausgangssignal mit einem Oszilloskop abgegriffen. Leider macht der Empfänger aus dem empfangenen Rauschen direkt ein TTL-Signal, auf das sich ziemlich schlecht triggern lässt. Aver was wäre der Informatiker ohne seinen PC? Schnell mal den Ausgang in den Line-In der Soundkarte eingekoppelt und mit einem Soundrekorder das ganze aufgezeichnet. Und siehe da, man kann Übertragungen sehen. Sunday, August 30. 2009Spass mit Belkin N+Einzig der integrierte Samba-Server für die Dateifreigabe nervt etwas, da Belkin dem Server den Namen "BELKIN N+" gegeben hat und somit sowohl Lehrzeichen als auch ein Sonderzeichen im Servernamen verbaut hat. Will man von einem anderen Linux-System oder von OpenWRT auf die Freigabe drauf, geht dies nur mit ziemlichen Verrenkungen. Leider kann man über die Webschnittstelle den Namen nicht ändern. Nach einigen Stunden Sucherei hab ich jedoch einen Weg gefunden. Zuerst hab ich mal versucht, mir ein eigenes Firmware-Image zu bauen. Belkin bietet ja auf seiner OpenSource Seite die Toolchain und die Quelltexte zum Download an. Leider klappt das ganze nicht mit einem halbwegs aktuellen GCC zusammen. Ein anderer User hat es aber geschafft, ein Image mit Telnet-Zugang zu bauen. Das lädt man erstmal herunter und flasht es in den Router. Daraufhin ist man schonmal root. Nach ein wenig Sucherei findet sich die /etc/smb.conf, wo der Servername drinsteht. Ägerlicherweise wird diese Datei jedoch beim Bootvorgang komplett neu geschrieben, sodass sich Änderungen darin nicht lohnen. Etwas weiter gesucht findet sich im /bin Verzeichnis der Befehl "nvram". Ein nvram show ergibt unter anderem:
Nun noch
und schon sieht die smb.conf wie gewünscht aus:
Wer mag, kann nun wieder das original-Image draufflashen. Die Einstellungen bleiben dank NVRAM erhalten. In OpenWRT (kamikaze) lässt sich nun das Laufwerk mounten:
Saturday, June 27. 2009Wrap up
In den letzten Wochen ist bei uns im Garten einiges passiert. Hier ein kleiner zeitlicher Abriss:
5. April: Verlegen der Drainage 10. April: Einsaht des neuen Rasens 24. April: Die ersten Grashalme 1. Mai: Die ersten Untermieter 30. Mai: Fertigstellung des Pumpwerks, Elektroverkablung Garage, Sand im Sandkasten sowie eine Bodenhülse 26. Juni: Garenbewässerung 27. Juni: Anlieferung des Sandkastens von Christine, Julian, Helga und Udo Wednesday, June 3. 2009Blaulichtquiz![]() Feuerwehr ist ein schönes und vor allem interessantes Hobby. Aber es hat einen Nachteil: Man muss sich unheimlich viel Faktenwissen und Zusammenhänge merken. Steigt ein bestimmtes Gas gen Himmel oder sinkt es zu Boden und sammelt sich in Kellern?? Wie ist die Funkkennung für einen Rüstwagen? Was ist ein AED? Kann man das essen? Um solche Fragen zu lernen bzw. zu widerholen hab ich ein Quiz mit vielen themenbezogenen Erläuterungen und aktuell 120 Fragen aufgesetzt. So kann man in der Mittagspause oder in ruhigen 5 Minuten mal einige Fragen beantworten und seinen eigenen Fortschritt anschauen. Wer mag, kann sich das Blaulichtquiz einmal anschauen. Zu finden ist es auf www.blaulichtquiz.de. Das Quiz ist kostenlos. Tuesday, April 28. 2009Nachtrag: Garagenlieferung
Lange ist hier nichts mehr passiert. Das lag hauptsächlich daran, dass wir in den letzten 2 Monaten unheimlich viel im Garten gebuddelt und gemacht haben. So bin ich heute erst dazu gekommen, die Fotos von der Garagenanlieferung nachzubearbeiten und hochzuladen.
Weiter gehts demnächst mit der Drainage. Friday, January 9. 2009Home-CinemaIn der Wohnung reichte ein 5m VGA-Kabel zwischen PC und Beamer. Da im Haus jedoch der PC jedoch neben dem Wohnzimmerschrank stehen soll, wo er mit Gigabit-Lan, genügend Strom und allerlei Kabeln versorgt werden soll, ergibt sich das Problem einer 12 Meter langen Videoverbindung zwischen PC und Beamer. Die 50 Euro Grafikkarte vom PC bietet als Schnittstellen nur VGA und DVI an. Kurz mal in die Specs der beiden Schnittstellen geschaut und siehe da: VGA ist selbst mit vergoldeten Kontakten nur bis ca. 7,5m für 720p nutzbar, bei DVI hat nach spätestens 10 Metern ein Repeater zu sitzen, der seinerseits Platz und Strom haben möchte. Für die Verlegung in Kabelkanälen ein ziemliches K.O.-Kriterium. Nach ein paar Tagen kam auch dann die Bestellung mit allerlei anderem Krempel von Reichelt und euphorisch wie man ist, begiebt man sich direkt erstmal ans Basteln. Der erste Test war sehr vielversprechend. Ohne großen Aufwand konnte ich auf meinem neuen Mediacenter-System (Debian Linux) den DVI-Ausgang ansprechen, ihn auf die entsprechende Auflösung stellen und über den HDMI zu DVI Adapter und die 15m HDMI-Kabel das Bild zum Beamer schicken. Und das ohne irgendwelche Qualitätsverluste, Aussetzer oder andere Probleme. Ich war entzückt. Ebend ein paar Kommandos auf der Konsole abgesetzt und siehe da, die Karte wird bei lspci nicht richtig erkannt. Noch ein wenig in Google nachgeschaut und prompt hatte ich den Hauptgewinn: Skystar2 wird von Linux optimal unterstützt....bis auf die Revision 2.8, die ich natürlich bekommen musste. Netterweise hat Technisat auf seiner Homepage vorkompilierte Treiber für die Skystar2 2.8 zum Download. Leider scheiben sie jedoch nicht dabei, ob die Treibermodule gegen den 2.6er Kernel oder gegen die Sourcen von Video4Linux gelinkt werden müssen, geschweige denn, welche Version dafür benötigt wird. Auf Grund des Dateidatums kann man die Sache ja noch ein wenig eingrenzen aber nach 3 Stunden Arbeit und unzähligen verschiedenen kompilierten Versionen vom Linux-Kernel sowie V4L war das Ergebnis immer das gleiche: Unresolved externals! Mangels Motivation ist das Thema jetzt erstmal vertagt. Thursday, December 25. 2008Merry X-Mas![]() In der Letzten Zeit ist leider im Weblog nicht viel geschehen, weil wir hauptsächlich mit unserem Haus beschäftigt waren und die anderen Projekte, die man so nebenbei laufen hat, auch noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Da aber zumindest im Haus die gröbsten Arbeiten erledigt sind und das Snooker-Projekt sich so langsam dem Ende zuneigt, bin ich guter Hoffnung, in der nächsten Zeit mal ein wenig mehr zu schreiben und das Fotoalbum auch wieder etwas aktueller zu halten und die noch fehlenden Fotos nachzupflegen. ![]() An dieser Stelle wünschen Laura, Monika und Carsten allen ein schönes Weihnachtsfest, ruhige Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Feiert schön und lasst es euch gut gehen! Thursday, December 4. 2008SQL Injection Attack mit Hilfe der Stadt
Umzüge bringen ja so einiges mit sich. Unter anderem auch meistens eine neue Adresse. Bei der Planung des Wohngebiets, in das wir nun gezogen sind, hat die Stadt Dorsten jedoch außerordentliche Kreativität an den Tag gelegt und gezeigt, dass Straßennamen nicht nur aus Buchstaben bestehen müssen.
Unsere Straße hat in dieser kreativen Phase den Namen Auf'm Diek bekommen und ja, das mit dem Apostroph ist die offizielle Schreibweise. Für die ersten lustigen Effekte sorgte der Name bereits, als wir unsere DSL-Leitung bei Versatel bestellen wollten. Dort gab es nämlich ganze 5 Straßen, die in die Endauswahl kamen: Aufm Diek, Auf dem Diek, Auf'm Diek, Auf´m Diek sowie Auf`m Diek. Wir haben uns einfach mal für eine beliebige Variante entschieden und es hat auf Anhieb funktioniert. Nicht so viel Glück hatten wir gestern, als wir im Internet etwas bestellen wollten. Produkt ausgewählt, ab zur Kasse, Kundenkonto angelegt, Versandadresse eingegeben und dann das:
Eine solche Meldung lässt das Herz jedes Softwareentwicklers höher schlagen.Für diejenigen, die nicht viel mit SQL am Hut haben, will ich mal kurz erläutern, was hier passiert ist: Bei SQL, das ist eine Datenbanksprache, werden Texte in Hochkommatas eingeschlossen, um zu kennzeichnen, wo der Text anfängt und wo er endet. Außerhalb der Hochkommatas stehen Befehle, was die Datenbank machen soll. In der oberen Fehlermeldung soll beispielsweise in die Felder core, customers_id, address_valid, ... , credit_error der Tabelle customers_credit_reform etwas eingefügt werden, und zwar die Werte (VALUES) die dahinter stehen. Zahlenfelder haben keine Hochkommatas (z.B. 00963) während Textfelder mit Hochkommatas eingeschlossen sind (z.B. 'Dorsten'). Wenn man sich nun die Anweisung mal genau anschaut, dann fällt auf, dass bei 'Auf'm Diek' irgendwie ein Hochkomma zu viel ist. Die Datenbank interpretiert dies so, dass der Text 'Auf' lautet und m Diek als SQL-Befehl interpretiert wird, der natürlich inkorrekt ist, was die oben gezeigte Fehlermeldung proviziert. Mit ein bischen SQL-Wissen und aufgestautem Frust (weil z.B. die Bestellung nicht klappt) könnte jemand sich auch folgende Adresse ausdenken: 'irgendwas','','',9);DROP DATABASE;--'. Das resultierende SQL-Kommando sähe dann so aus:
Für nicht-SQLler übersetzt und gekürzt: Füge irgendwas in die Tabelle customers_credit_reform ein und lösche danach die gesamte Datenbank. Alles nach dem -- wird als Kommentar interpretiert und ignoriert. Der Shop-Betreiber wird sich freuen, wenn seine gesamten Daten weg sind.Normalerweise würde man Hochkommata in Textfeldern einen Backslash voranstellen \' um sie zu "escapen". Offensichtlich hat das der Programmierer dieses Webshops jedoch vergessen, obwohl PHP und andere Programmiersprachen hierfür extra Befehle haben und die meisten Datenbankabstraktionsschichten das schon automatisch machen. Tragisch sag ich nur. Aber zurück zur Bestellung. Um das Problem zu umgehen, hab ich meine Adresse zu Aufm Diek korrigiert. Der Postbote findet das auch so. Aber auch hier hat mich der Webshop übertölpelt.
Ich sag nur: Korrigierte Eingabeadresse wird ausgegeben. Gegen soviel geballte Intelligenz des Webshops komm auch ich nicht an und hab mich mal entschlossen, das ganze per E-Mail zu bestellen. Mal sehen, ob der Webshop die Bestellung annimmt Thursday, September 4. 2008DurchreicheWednesday, September 3. 2008Hole in one (day)
So langsam sieht man einen Tunnel am Ende des Lichts bei unseren Arbeiten. Der Durchbruch zwischen Küche und Esszimmer, der Montag auf dem Programm stand, ging erstaunlich einfach. Die Mauersäge, die wir uns bei Boels ausgeliehen hatten, hat ganze Arbeit geleistet. Die Beratung ließ leider zu wünschen übrig, die Maschine war aber top.
Sofern ich morgen abend nicht tot umfalle, stell ich dann wieder Fotos rein. Saturday, August 30. 2008Fliesen ab und Farben
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